Asymmetrische Teilung
Zellteilung durch die zwei Tochterzellen mit verschiedenen Eigenschaften entstehen. Zu beobachten in einigen aber nicht allen Stammzellen. Kann auch in anderen Arten von Vorläuferzellen auftreten. Siehe auch: Tochterzelle, immortal strand
Blastozyste
Embryo in frühem Stadium von 100 Zellen, der sich noch nicht in die Gebärmutter eingenistet hat. Die Blastozyste ist eine Sphäre, die sich aus einer äußeren Zellschicht, einem flüssigkeitsgefüllten Innenraum und einem Cluster von Zellen in diesem Innenraum – innere Zellmasse genannt – zusammensetzt.
Differenzierung
Vorgang, der Zellen spezialisiert und sie zur Ausübung besonderer Aufgaben befähigt. Siehe auch: Festlegung
Embryonale Stammzelle
Pluripotente Stammzelllinien, die aus dem frühen Embryo vor der Bildung der Gewebekeimblätter gewonnen werden. Siehe auch: Pluripotenz. Synonyme: Embryonale Stammzellen
Epithel
Das Epithel ist eine Gewebeart, die Köperoberflächen oder Hohlräume innerhalb des Körpers umgibt. Die Augenhornhaut, die Hautschichten und die Auskleidung der Lungenbläschen werden beispielsweise dem Epithel zugeordnet. Des Weiteren können Epithelien Drüsengewebe formen. Das Wort Epithel stammt aus dem Griechischen, wobei "epi“ "auf“ oder "über“ und "theli“ "Gewebe“ bedeutet. Synonyme: Epithelium
Festlegung
Festlegung eines Differenzierungsprogramms. Bezüglich einer Stammzelle bedeutet dies den Verlust der Selbsterneuerungsfähigkeit. Siehe auch: Differenzierung
Hämatopoetische Stammzelle
Stammzellen, die der Ausgangspunkt für die gesamte Zellneubildung des Blutes sind. Synonyme: Blutstammzelle
Hepatozyt
Hepatozyten sind der funktionale Zelltyp der Leber. Sie produzieren Enzyme, die für die Entgiftung von Stoffwechselendprodukten, für die Proteinsynthese des Blutplasmas, für die Synthese von Gallensäure und für die Regulation des Blutzuckerspiegels in engen Grenzen verantwortlich sind. Synonym: Leberzelle oder Leberepithelzelle
immortal strand
Die Hypothese des selektiven Erhalts des parentalen DNA-Stranges während asymmetrischer Zellerneuerung. Potentieller Mechanismus, um Stammzellen vor Mutationen zu schützen, die mit der Replikation einhergehen. Siehe auch: Asymmetrische Zellteilung
Induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen)
Pluripotente Stammzellen, die durch die künstliche, von außen erzwungene Expression spezieller Gene aus einer nicht-pluripotenten Stammzelle – meist adulte somatische Zellen – hergestellt werden. Synonyme: induzierte Pluripotenz, iPS-Zellen
Keimzelle
Reproduktionszelle bei vielzelligen Organismen. Siehe auch: Zygote
Klinische Erprobung
Forschungsstudie, die an menschlichen Patienten durchgeführt wird und der Beantwortung spezieller Fragen bezüglich Impfungen, neuer Therapien oder neuer Anwendung bereits bekannter Behandlungen dient. Klinische Erprobungen werden genutzt, um die Effektivität und Sicherheit neuer Medikamente und Behandlungen sicherzustellen. Die Erprobungen gliedern sich in vier Phasen: in Phase I werden neue Medikamente oder Behandlungen in einer kleinen Gruppe von Patienten getestet; in Phase II wird die Studie auf eine größere Patientengruppe ausgedehnt; diese Gruppe wird in Phase III nochmals erweitert. Phase IV beschriebt die Phase, in der das Medikament oder die Behandlung bereits lizensiert und vermarktet wurde.
Klinische Überführung
Überführung wissenschaftlicher Erkenntnisse in zugelassene medizinische Behandlung. Begleitet wird dieser Prozess von zahlreichen sorgfältig kontrollierten Forschungs- und Bewilligungsschritten.
Klonanalyse (Einzelzellanalyse)
Untersuchung der Eigenschaften und des Verhaltens einzelner Zellen. Essentiell zur Beweisführung von Selbsterneuerung und Potenz. Siehe auch: Potenz, Selbsterneuerung
Krebs-initiierende Zelle
Zelle, die nach Transplantation einen neuen Tumor bilden kann. Dies ist eine Schlüsseleigenschaft von Krebs-Stammzellen. Siehe auch: Krebs-Stammzelle.
Krebs-Stammzelle
Sich selbst erneuernde Zelle, die den Tumor erhält und differenzierte Tochterzellen hervorbringt, welche das Krebsgewebe bilden. Krebs-Stammzellen, die in Leukämien und bestimmten massiven Tumoren identifiziert wurden, sind entscheidende therapeutische Angriffsziele. Synonym: Krebs-Stammzellen
Langzeit Rekonstitution
Lebenslange Erneuerung eines Gewebes aus transplantierten Zellen. Der definierende Test für hämatopoetische, epidermische und spermatogonale Stammzellen.
Makrophage
Ein Typ weißer Blutkörperchen und ein vielseitiger Bestandteil des Immunsystems. Da sie ständig auf Patrouille sind, können Makrophagen viele unterschiedliche Arten an Bakterien finden und töten. Sie sind üblicherweise die ersten Zellen, die auf eine Invasion des Körpers antworten. Synonyme: Makrophagen
Multipotent
Fähig, mehrere reife Zelltypen zu bilden, die ein oder verschiedene vollständige Gewebe formen. Beispiel: hämatopoetische (Blut-) Stammzellen. Siehe auch: Potenz
Nische
Zelluläre Mikro-Umgebung, die die Unterstützung und Impulse liefert, die notwendig sind, um die Selbsterneuerung aufrecht zu erhalten. Siehe auch: Selbsterneuerung
Oligopotent
Fähig, zwei oder mehr reife Zelltypen innerhalb eines Gewebes zu bilden. Neurale Stammzellen sind beispielsweise oligopotent, da sie verschiedene Subtypen an Neuronen bilden können. Siehe auch: Potenz
Plastizität
Unbewiesene Ansicht, dass Gewebsstammzellen unter bestimmten Bedingungen in der Lage sind, Zelltypen eines anderen Gewebes zu bilden.
Pluripotent
Fähig, alle Zelltypen des Körpers zu bilden, einschließlich Keimzellen sowie einige oder sogar alle extra-embryonalen Zelltypen. Beispiel: Embryonale Stammzellen. Siehe auch: Embryonale Stammzellen, induzierte pluripotente Stammzellen (iPS)
Potenz
Die Spanne an Differenzierungsoptionen, die einer Zelle zur Verfügung stehen. Siehe auch: Klonale Analyse, multipotent, oligopotent, totipotent, unipotent
Regenerative Therapie
Durch Aktivierung Körpereigener Zellen oder durch Transplantation erreichte Rekonstruktion von ekranktem oder verletztem Gewebe. Siehe auch: Zellersatz Therapie
Reprogrammierung
Erhöhung der Potenz. Ist ein natürliches Phänomen in regenerativen organismen (Dedifferenzierung). Kann aber auch in Säugetierzellen experimentell durch Kerntransfer, Zellfusion oder genetische Manipulation oder in vitro Zellkultur, induziert werden.
Selbsterhaltung
Die Fähigkeit einer Stammzelle, sich unendlich oft zu teilen um identische Tochterzellen zu produzieren. Diese Fähigkeit definiert eine Stammzelle. Sihe auch: Klonale Analyse, Nische, Stammzelle. Synonym: Selbsterneuerung
Somatische Stammzellen
Stammzellen, die in fötalem oder adultem Gewebe vorkommen und das begrenzte Potenzial besitzen, Zellen dieses speziellen Gewebes zu bilden. Diese Zellen bilden während der gesamten Lebensdauer neue Gewebezellen. Synonym: Adulte Stammzellen
Somatische Zelle
Alle pflanzliche oder humane Zellen, die keine Zellen der Keimbahn, sind. Sihe Auch: Induzierte pluripotente Stammzellen (iPS). Synonym: Somatische Zellen
Stammzelle
Eine Zelle, die sich selbst reproduzieren, oder Tochterzellen mit einem höheren Grad an Differenzierung produzieren. Siehe auch: Selbsterhaltung, Stammzelleigenschaft
Stemness
Eine unbewiesene Ansicht, dass verschiedene Stammzellen unter Kontrolle der selben Gene und Mechanismen stehen. Siehe auch: Stammzelle
Therapeutisches Klonen
Beim therapeutischen Klonen werden Embryonale Stammzellen aus erwachsenen somatischen Zellen eines Patienten hergestellt. Dabei wird eine als Nucleustransfer (NT) bezeichnete Technik verwendet.
Tochterzelle
Eine der zwei (oder mehr) neu gebildeten Zellen, die aus der Teilung einer einzelnen Zelle hervorgehen. Siehe auch: asymmetrische Teilung
Totipotent
Stammzellen, die einen kompletten Organismus bilden können. Die Zygote ist totipotent; Totipotenz wurde nicht für andere vertebraten Stammzellen gezeigt. Siehe auch: Potenzial, Zygote
Transkriptionsfaktor
Ein Protein, das an spezifische DNA-Sequenzen bindet und dadurch die Synthese von messenger RNA (auch als "Transkription" von DNA zu RNA bezeichnet) aktiviert oder unterdrückt. Die messenger RNA trägt den Code für die Synthese neuer Proteine. Siehe auch: Protein
Unipotent
Stammzellen, die einen einzigen Zelltyp hervorbringen. Beispielsweise sind Spermatogonien unipotent, da sie lediglich Spermienzellen produzieren. Siehe auch: Potenzial
Ursprungs-Krebszelle
Krebs-Vorläuferzelle, die sich zu einer Krebs-Stammzelle entwickelt. Kann aus einer mutierten Stammzelle oder Vorläuferzelle hervorgehen, die durch Mutationen die Fähigkeit zur Selbsterneuerung erhalten hat. Siehe auch: Krebs-Stammzelle.
Vorläuferzelle
Allgemeiner Begriff für eine Zelle ohne die Fähigkeit zur Selbsterneuerung, welche aber zur Bildung von Gewebe beiträgt. In einigen Fällen generiert sie Gewebestammzellen
Vorläuferzelle
Allgemeine Bezeichnung für eine sich teilende Zelle, die die Kapazität hat einen anderen Zelltyp zu bilden. Dies schließt mögliche Stammzellen ein, bei denen Selbsterneuerung noch nicht gezeigt werden konnte. Synonyme: Vorläufer, Vorläuferzellen
Zellersatztherapie (Zelltherapie)
Wiederherstellung von Gewebe durch funktionelle Inkorporation transplantierter Stamzellnachkommen. Dieser ist von trophischen, anti-inflammatorischen oder immunmodulatorischen „Nebeneffekten“ der eingefügten Zellen zu unterscheiden. Siehe auch: Regenerative Medizin
Zellkultur
Kultivieren von Zellen in Labor-Petrischalen für experimentelle Wissenschaft. Die Zellen werden in Lösungen oder Medien gezüchtet, welche Nährstoffe und Wachstumsfaktoren enthalten. Verschiedene Faktoren, die das Zellverhalten ändern, können hinzugefügt werden. Siehe auch: Zelllinie.
Zelllinie
Zellpopulation, die das gleiche Genom trägt und die im Labor über viele Zellteilungszyklen und viele Generationen gezüchtet wird. Siehe auch: Zellkultur.
Zelllinie
Begriff, um Zellen einer Abstammung zusammenzufassen, die sich aus der gleichen Vorläuferzelle entwickeln können.
Zygote
Einzelne Zelle, die aus der Verschmelzung der männlichen und weiblichen Gameten (Spermium und Eizelle) hervorgeht. Siehe auch: Keimzellen, totipotent










