FAQ about stem cells and regenerative medicine - Stammzellen und das Gesetz

Diese Webseiten enthalten nähere Informationen über internationale Gesetze und Richtlinien zur Stammzellenforschung:

 

Ultimo aggiornamento: 
1 Apr 2011

In den USA sind die Gesetzgebung und die Finanzierung von Stammzellenforschung eng miteinander verknüpft. Auf Ebene der Bundesstaaten dürfen Wissenschaftler keine Regierungsmittel in die Hand nehmen, um neue embryonale Stammzellenlinien zu erzeugen. Alle öffentlich geförderten Arbeiten sind auf die 61 Stammzellenlinien beschränkt, die bereits 2001, als die Ableitung neuer Linien verboten wurde, existiert hatten.

Im Juli 2006 legte Präsident Bush ein Veto gegen eine Gesetzesvorlage ein, mit der das Verbot aufgehoben werden sollte. Er begründete dies damit, dass keine öffentlichen Mittel für Projekte eingesetzt werden sollten, bei denen menschliche Embryonen zerstört werden - das war das erste Mal in seiner Amtszeit, dass er sich weigerte, eine Gesetzesvorlage, die vom Congress bereits genehmigt worden war, zu unterzeichnen. Einzelne Bundesstaaten sind befugt, Gesetze zu erlassen, welche die humane embryonale Stammzellforschung mithilfe von staatlichen Mitteln erlauben. Mehrere Bundesstaaten haben ihre Gesetze in diesem Sinne geändert, darunter Connecticut, Massachusetts, Kalifornien und Illinois. Auf diese Weise konnte für 3 Milliarden US-Dollar das kalifornische Institute for Regenerative Medicine errichtet werden.

Die private Finanzierung der embryonalen Stammzellenforschung war in den USA nie verboten – dieser Sektor ist daher größtenteils ungeregelt.

Ultimo aggiornamento: 
27 Mar 2007

Die Forschung an menschlichen Embryonen ist laut Human Fertilisation and Embryology Act (1990) und den darauffolgenden Human Fertilisation and Embryology (Research Purposes) Regulations 2001 nur zu bestimmten Zwecken erlaubt: 

  • Verbesserung der Methoden zur Behandlung von Unfruchtbarkeit
  • Erkenntnisgewinn über die Ursachen angeborener Krankheiten
  • Erkenntnisgewinn über die Ursachen von Fehlgeburten
  • Entwicklung sicherer Verhütungsmethoden
  • Entwicklung von Methoden zur Entdeckung von genetischen oder chromosomalen Anomalien
  • Erkenntnisgewinn über die Entwicklung von Embryonen
  • Erkenntnisgewinn über schwerwiegende Krankheiten
  • Transfer neuer Erkenntnisse in die Therapieforschung für schwerwiegende Krankheiten

Die Verwendung von Embryonen in der Stammzellenforschung darf nur mit Genehmigung der Human Fertilisation and Embryo Authority (HFEA) erfolgen. Die HFEA erteilt nur dann Lizenzen, wenn die beabsichtigte Verwendung von Embryonen für die Forschungszwecke unverzichtbar ist.

Lizenzierte Forschung darf nur mit in vitro erzeugten Embryonen (Embryonen, die aus außerhalb des Mutterleibs entwickelten Eiern entstanden) erfolgen. Die meisten in der britischen Stammzellenforschung verwendeten Embryonen wurden ursprünglich für künstliche Befruchtungen erzeugt, jedoch nicht verwendet. Diese "überschüssigen" oder "überzähligen" IVF-Embryonen können mit Genehmigung der Eltern für Forschungszwecke verwendet werden.

Die lizenzierte Forschung ist nur an höchstens 14 Tage alten Embryonen erlaubt. Die Stammzellen werden schon viel früher - etwa nach 5 - 6 Tagen - aus dem Blastozyten isoliert.

Das reproduktive Klonen von Menschen ist in Großbritannien verboten. Infolge des Human Reproductive Cloning Act (2001) ist es in Großbritannien niemandem erlaubt, ein Kind mithilfe von Zellkernersetzung oder einer anderen Technologie zu erzeugen.

Licensed research can only take place on embryos up to 14 days. Stem cells are isolated from the blastocyst much sooner than this – at 5-6 days.

Human reproductive cloning is illegal in the UK. As a result of the Human Reproductive Cloning Act (2001) nobody in the UK is allowed to use cell nuclear replacement, or any other technique, to create a child.

Ultimo aggiornamento: 
19 Feb 2007

In den 25 Mitgliedsländern der EU wird die humane embryonale Stammzellforschung unterschiedlich geregelt. Dies ist auf verschiedene ethische, philosophische und religiöse Traditionen in Europa zurückzuführen. Diese Unterschiede finden ihren Niederschlag in den Gesetzen der jeweiligen Länder (siehe Zusammenfassung in dieser Tabelle).

Belgien vertritt eine ähnliche Rechtsposition wie Großbritannien und erlaubt die Beschaffung von menschlichen embryonalen Stammzellen aus überschüssigen IVF-Embryos und unter bestimmten Voraussetzungen (z. B. zur Untersuchung bestimmter schwerer Krankheiten) auch die Erzeugung menschlicher Embryonen für die Beschaffung menschlicher embryonaler Stammzellen.

Am anderen Ende des Spektrums befinden sich Deutschland und Italien, wo die Beschaffung menschlicher embryonaler Stammzellen aus menschlichen Embryonen verboten ist, während es in Österreich, Bulgarien, Zypern, Irland, Litauen, Luxemburg, Malta, Polen, Rumänien und in der Slowakei überhaupt keine besonderen Gesetze in diesem Bereich gibt.

Die unterschiedliche Handhabung in Europa hat daher intensive Diskussionen bewirkt, wenn es um die Finanzierung embryonaler Stammzellenforschung geht. Im Juli 2006 kamen die europäischen Minister darüber ein, manche Elemente der humanen embryonalen Stammzellforschung zu fördern. Das ermöglichte es Wissenschaftlern in Ländern, in denen Experimente mit menschlichen Embryonen erlaubt sind, über das Forschungsprogramm Framework Seven Förderungen für ihre Arbeit zu beantragen.

Mehrere europäische Richtlinien sowie das Übereinkommen über Menschenrechte und Biomedizin (1997) sind für die humane embryonale Stammzellforschung ebenfalls releveant. Diese Richtlinien wurden, insbesondere in Zusammenhang mit Stammzellenbanken und Datenbanken, im von EuroStemCell veranstalteten Workshop Ethical aspects of stem cell repositories and databases diskutiert.

Ultimo aggiornamento: 
29 Mar 2007